Praktische Informationen für Südafrika Reisende

Informationen die das Reisen durch Südafrika erleichtern

Um Ihren Aufenthalt in diesem faszinierenden Land etwas zu vereinfachen, haben wir auf den folgenden Seiten die wichtigsten Infos zu Land, Leuten und Kultur zusammengetragen. Einer unvergesslichen Reise zu endlosen Landschaften und der beeindruckenden Tierwelt Südafrikas steht also nichts mehr im Wege!

Keine Zeit zum langen Recherchieren? Die Reiseexperten von Green Lion übernehmen sehr gerne die Planung Ihrer Südafrika Reise.

Geld und Banken

Offizielles Zahlungsmittel in Südafrika ist der südafrikanische Rand (ZAR). Vor Ort ist es am Flughafen am einfachsten, Euro oder US-Dollar umzutauschen. ATM (=Bankautomaten) sind in allen größeren Städten vorhanden. Sie sollten vor Abreise mit Ihrer Bank klären, ob das Geldabheben mit Ihrer Karte in Südafrika möglich ist und welche Gebühren dabei anfallen. Traveller Checks sind veraltet und werden nur noch selten angenommen. Außerhalb der Städte ist bargeldloses Zahlen oft nicht möglich, daher sollten Sie immer ausreichend Bargeld in der Landeswährung dabeihaben.

Die Öffnungszeiten der Banken sind: Montag bis Freitag von 09:00 bis 15:30 Uhr.

Die Öffnungszeiten der Post Offices sind: Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:30 Uhr, Samstag von 08:00 bis 13:00 Uhr.

Infrastruktur

Als eines der am weitesten entwickelten Länder Afrikas verfügt Südafrika über eine sehr gute Infrastruktur. In den vergangenen Jahren wurde viel Geld in den Ausbau der Infrastruktur investiert. Das Straßennetz ist sehr gut ausgebaut, gebührenpflichtige Autobahnen verbinden die größeren Städte des Landes. Somit ist Südafrika ein hervorragendes Ziel für eine Mietwagenreise.

Öffentliche Verkehrsmittel hingegen sind eher schlecht ausgebaut. Zwischen Großstädten verkehren Fernbusse und bis zu einmal täglich Fernzüge, die jedoch auf den meisten Strecken sehr langsam unterwegs sind. In einigen Städten fahren S-Bahnen, daneben sind Taxis übliche Verkehrsmittel.

Gepäck

Die Auswahl des Gepäcks für eine Reise nach Südafrika sollte sich nach dem Reiseverlauf, der Reisezeit, der Reisedauer sowie den geplanten Aktivitäten richten. Zum Beispiel empfiehlt es sich bei Safaris, lange helle Kleidung zu tragen, um sich vor Sonne und Mücken zu schützen. Für Wanderungen sollte festes Schuhwerk nicht fehlen.

Weitere detaillierte Informationen und eine praktische Packliste als PDF zum Download finden Sie in unserem Blogbeitrag „Ausrüstungs-Tipps für Afrikareisen„.

Kampf gegen Plastik

In Südafrika werden vielfältige Maßnahmen ergriffen, um die Umweltverschmutzung durch Plastik zu minimieren, insbesondere in Bezug auf Einwegplastik wie Tüten und Flaschen. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Blogbeitrag über den Einsatz Afrikas im Kampf gegen Plastik.

Selbstfahrerreisen in Südafrika

Südafrika ist ein perfektes Reiseziel für Selbstfahrer, das mit spektakulären Landschaften, faszinierender Tierwelt und gut ausgebauten Straßen begeistert. Damit Ihre Reise unvergesslich und sicher wird, finden Sie im Folgenden Tipps für eine entspannte und erlebnisreiche Tour.

Fahrhinweise und Regeln

In der Regel verlangen Mietwagen-Verleiher ein Mindestalter von 21 Jahren und einen internationalen Führerschein, der einfach beim Straßenverkehrsamt am Wohnort beantragt werden kann und in Verbindung mit dem nationalen Führerschein gilt. Für Jüngere ist das Mieten und Fahrer oft aber gegen einen Aufpreis erlaubt.

Anfangs kann das Fahren auf der linken Straßenseite problematisch sein, man gewöhnt sich jedoch schnell daran. Vor allem Kreisverkehre und größere Kreuzungen sind gewöhnungsbedürftig. Allgemein darf hier fahren, wer als erstes an der Kreuzung war („First come, first serve“), oder es wird sich per Handzeichen verständigt.

Da die Straßen zum Teil aus Schotterpisten bestehen und Gefahrensituationen wie das Auftauchen von Tieren plötzlich auftreten können, ist es ratsam immer beide Hände am Steuer zu behalten und aufmerksam zu bleiben. Schilder wie „Animal Crossing“ werden nicht ohne Grund aufgestellt. 

Auf Autobahnen darf 120 km/h, innerorts 60 km/h und auf Landstraßen 100 km/h gefahren werden. Mietwagen haben meist eine eingebaute Box zur Überprüfung der erlaubten Fahrgeschwindigkeit. Wird diese überschritten, ist der Versicherungsschutz nicht mehr gewährleistet. Südafrikaner fahren gerne zu schnell, jedoch gibt es in den letzten Jahren immer häufiger Radarkontrollen. In Nationalparks gilt ein Tempolimit von 40 km/h, wegen der teils schlechten Straßenverhältnisse ist es aber oft ratsam langsamer zu fahren. 

Vor geschwindigkeitsreduzierten Zonen befindet sich oft hohe Dumper, teilweise ohne Beschilderung. Hier ist wirkliche Vorsicht geboten, da diese höher sind als gewöhnt und bei zu schnellem Überfahren sogar das Auto beschädigen können. Selbiges gilt für Schlaglöcher auf schlechter ausgebauten Straßen. 

 

Auf weniger befahrenen Routen empfiehlt es sich, an jeder Tankstelle vollzutanken, da die Distanz bis zur nächsten Tankstelle sehr groß sein kann. Es gilt keine Selbstbedienung, ein Mitarbeiter übernimmt die Betankung für Sie. Eine häufige Unfallursache sind geplatzte Reifen. Die scharfen Steine auf den Straßen schneiden sich in die Reifen, daher bei Gelegenheit die Reifen kontrollieren und beim Tanken den Reifendruck prüfen. In der Regel übernimmt dies auch gerne einer der Tankstellenmitarbeiter gegen ein kleines Trinkgeld. Zudem sollten Sie immer vorbereitet sein, bei einer Reifenpanne einen Reifenwechsel vornehmen zu können.

Sollte ein schnelleres Fahrzeug im Rückspiegel auftauchen, links blinken und überholen lassen. Vorsicht geboten ist bei der südafrikanischen Gewohnheit, den Standstreifen für Überholmanöver zu nutzen. Auch bei weißen Minivans sollte man vorsichtig sein und Abstand halten, die Fahrer der Sammeltaxis kennen oft keine Verkehrsregeln und können das Autofahren in Südafrika zu einem Erlebnis machen. 

In den größeren Städten kann es oft schwierig sein, einen Parkplatz zu finden. Auf offiziellen Parkplätzen gibt es in der Regel von der Stadt zugelassene Parkwächter. Bitte denken Sie daran, dem Parkwächter ein Trinkgeld zu geben, da dieser oft kein direktes Gehalt bekommt. 

 

Einzelne Straßen in Südafrika sind mautpflichtig. Oft wird die Maut automatisch über einen kleinen Kasten hinter dem Rückspiegel eingezogen.

In ländlicheren Gegenden kann es zum Teil vorkommen, dass die Straße durch ein verschlossenes Farmgatter versperrt ist. Das Gatter bitte nach dem Durchfahren so hinterlassen, wie man es vorgefunden hat. 

Sicherheitstipps für Alleinreisende mit Mietwagen

Achtung vor Betrügern: Sollten Sie von der Polizei angehalten werden und vor Ort eine Strafe bezahlen müssen, ist dies nicht rechtens. Bitte rufen Sie in solchen Fällen die Korruptionshotline unter 0800 002870. Haben Sie Zweifel an der Echtheit der Polizisten, haben Sie jederzeit das Recht, die Kontrolle an der nächsten Polizeistation durchführen zu lassen.

Verhalten und Umgangsformen

Sitten und Bräuche sind für Touristen nicht von großer Bedeutung. Als Tourist kann man sich nach freiem Belieben kleiden und muss sich nicht wie etwa in Südostasien nach kulturellen Vorgaben richten. FKK an Stränden ist verboten.

Südafrika ist zur Homosexualität sehr negativ eingestellt. Auf den Austausch von Zuneigung in der Öffentlichkeit sollte möglichst verzichtet werden.

Beim Einkaufen auf Märkten oder bei Souvenirhändlern lohnt es sich oft zu verhandeln. Prinzipiell werden die Preise von vorneherein erhöht, wenn Sie als Tourist erkennbar sind.

Bei der Begrüßung ist es üblich, sich mit einem kurzen „How are you?“ nach dem Wohlergehen des Gegenübers zu erkundigen.

Durch die Kolonialvergangenheit und die Zeit der Apartheid werden Weiße grundsätzlich mit Reichtum verbunden. Eine Zurschaustellung von „Statussymbolen“ sollte möglichst vermieden werden.

Kommunikation

Um von Südafrika aus nach Deutschland telefonieren zu können eignet sich am besten der Kauf einer lokalen Prepaid-SIM- Karte. Dafür ist ein GSM-kompatibles Gerät ohne SIM-Lock nötig. Die Karte kann zum Beispiel an Tankstellen wieder aufgeladen werden. Mobile Daten funktionieren oft nur in den Ortschaften.

Christina Bauer
Christina Bauer

Wünschen Sie Beratung zur ihrer Südafrikareise? Die Reiseexperten von Green Lion organisieren Ihre persönliche Individualreise nach Südafrika.

Trinkgelder

Wenn Sie zufrieden sind mit Ihrem Safariguide, sind 50 – 100 Rand pro Tag ein angemessenes Trinkgeld. Für Betankung und Parkwächter auf offiziellen Parkplätzen 5 Rand. Im Restaurant lässt man üblicherweise ein wenig Wechselgeld liegen. Unterkünfte haben oft eine „Tip-Box“, sodass das Trinkgeld im gesamten Team aufgeteilt werden kann.

Zeitzonen

Während der deutschen Winterzeit beträgt die Zeitverschiebung +1h, während der Sommerzeit gibt es keine Zeitverschiebung.

Elektrizität

Die Netzspannung liegt wie in Europa bei 230 Volt, ein Adapter für Typ M Steckdosen ist notwendig.

Fotografieren

Wenn Sie Menschen fotografieren, ist es grundsätzlich angebracht, vorher um Erlaubnis zu fragen. Die Menschen haben sich mittlerweile an die Touristen gewöhnt und verlangen ein wenig Geld für ein Foto mit sich. Grundsätzlich sollte dies legitim sein, jedoch ist eine solche Situation stets abzuwägen. Geben Sie niemals Kindern Geld für ein Foto. Hier ist die Versuchung von Eltern aus ärmlichen Verhältnissen zu groß ihre Kinder lieber als Fotomodell für Touristen zu missbrauchen, als diese in die Schule zu schicken.

Schützen Sie ihre Fotografie Ausrüstung vor Staub und Hitze. Ein gutes Teleobjektiv oder Fernglas sollte für Safaris und Tierbeobachtung im Gepäck sein.

Das Fotografieren von öffentlichen Einrichtungen, militärischen Anlagen, Gefängnissen und Polizeistationen ist generell verboten!

Einkaufen

Supermärkte finden sich normalerweise in jedem Ort und bieten alle Waren des täglichen Bedarfs. Hochwertige Nahrungsmittel und teure Importe finden sich vor allem in den Woolworth Märkten.

Märkte und Souvenirläden bieten eine große Auswahl an landestypischem Schmuck, Kleidung und Souvenirs. Außerdem werden traditionelle Kunsthandwerke angeboten, wie Holzschnitzereien, Lederwaren, Kupfer- und Bronzegegenstände.

In den großen Shoppingzentren wie dem Canal Walk Shopping Centre in Kapstadt findet man internationale Marken und Edel-Läden. Außerdem sind die guten Weine des Landes unter Reisenden sehr beliebt.

Mit Ausnahme von Supermärkten und Restaurants können Sie normalerweise den Preis für Waren und Serviceleistungen verhandeln. Bedenken Sie außerdem stets, dass Preisunterschiede – vor allem bei niedrigen Beträgen – für Sie nicht ins Gewicht fallen, für den Verkäufer jedoch in den meisten Fällen schon!