Lernen Sie mit dem Caprivistreifen im Nordosten Namibias die grüne Seite des Landes kennen und genießen Sie die Nähe zur Natur. Die wasserreiche und tropische Region ist das Zuhause vieler Tiere und durch die Flüsse Zambezi, Kwandi und Kavango ist die Vegetation sehr üppig.

Wegen der Form auch Caprivizipfel genannt
Der Caprivistreifen findet sich im Nordosten Namibias. Er zeichnet sich aus durch die üppige Vegetation über eine Länge von etwa 460 Kilometern und eine Breite von rund 30 Kilometern. Im Norden grenzt der Caprivistreifen an Angola an, im Osten an Sambia und Simbabwe, im Süden reicht er bis nach Botswana und im Westen begrenzen der Kwando und die Region Kavango den Caprivistreifen. Im Gegensatz zu anderen Regionen Namibias ist die Landschaft des Caprivistreifens flach.
Der Name stammt aus der Kolonialzeit und leitet sich von dem damaligen deutschen Reichskanzler Leo von Caprivi ab. Er handelte am 01. Juli 1890 im Helgoland-Sansibar-Vertrag mit England unter anderem aus, dass diese Region zum Deutschen Reich zählen soll. Im Tausch dafür wurde Sansibar an England abgegeben. Die deutschen Kolonisierenden strebten so vom Caprivistreifen aus eine Landverbindung zur Kolonie Deutsch-Ostafrika an, zu der es letztlich nie kam.
Flora und Fauna im Caprivistreifen
Der Caprivistreifen ist sehr wildreich, da die Region nicht so trocken ist wie das restliche Land. Der Tierschutz wird großgeschrieben, um die Artenvielfalt weiterhin erhalten zu können. Weil es hier keine eingezäunten Gebiete gibt, können die Tiere auch jederzeit zwischen Namibia, Botswana und Angola wandern. Der Caprivistreifen ist das Zuhause vieler Tiere wie Büffel, Nilpferde, Zebras, verschiedener Antilopen-Arten oder Löwen. Außerdem können Sie hier über 400 Vogelarten oder auch große Büffel- und Elefantenherden finden. Tolle Safari-Erfahrungen sind Ihnen im Caprivistreifen also garantiert. Die Wildtiere lassen sich am besten zwischen Juni und Oktober beobachten, während Vogel-Fans bei einer Reise zwischen November und März besonders auf ihre Kosten kommen. Die Nationalparks, wie der Mudumu, der Bwabwata oder der Nkasa Rupara, im Caprivistreifen sind sehr zu empfehlen, vor allem, da sie nicht so bekannt sind wie der Etosha Nationalpark in Namibia.
Die Menschen, die sich hier niedergelassen haben – also vor allem die San, die Ovambo sowie die Kavango – leben mit den Tieren, vor allem mit Rindern und Ziegen, und betreiben meist Subsistenzwirtschaft. Angebaut werden beispielsweise Mahangu oder Mais. Wenn Sie die Chance haben eine Frucht des Corky Monkey Orange Baumes zu probieren, dann stellen Sie sich auf eine Geschmacks-Mischung aus Orange, Ananas und Banane ein.
Die wasserreichste Region Namibias
Die Region des Caprivistreifens ist fast ausschließlich tropisch. Auf die Temperaturen bezogen ist es am angenehmsten, wenn Sie zwischen Mai und August reisen. In der Regenzeit steht hier ein Großteil der Landschaft unter Wasser, weil dann die Flüsse über ihre Ufer treten. Im Caprivistreifen finden sich drei der fünf dauerhaft wasserführenden Flüsse Namibias: der Zambezi, der Kwandi und der Kavango. Damit ist der Caprivistreifen die wasserreichste Region Namibias. Durch das Hochwasser der Flüsse, durch welches die Luftfeuchtigkeit auf bis zu 70 Prozent steigen kann, entstehen große Wasserwelten, die den Caprivistreifen auszeichnen. Diese können Sie am besten mit einem Mokoro, einem kleinen Kanu, erkunden. Allgemein bieten sich auf den Flüssen schöne Bootstouren an, um die Natur zu erkunden. Neben den Flüssen ist auch die Niederschlagsmenge relativ hoch, sodass der Caprivistreifen auch als grüner Streifen bezeichnet werden kann.